Der Heidelberger Bürgerentscheid hat die
Wohnungsprivatisierungen erfolgreich verhindert
Der Heidelberger Gemeinderat hat auf seiner Sitzung vom 23.7.2008
beschlossen, dem deutlichen Willen von 82 % der Wähler, die am 13.7.2008
beim Bürgerentscheid ihre Stimme abgegeben haben, zu entsprechen und die
610 Sozialwohnungen im Stadtteil Emmertsgrund nicht zu verkaufen.
Letztlich war der Bürgerentscheid also doch erfolgreich.
Weiter
Heidelberger Bürgerentscheid:
Haushoch gewonnen, aber trotzdem unverbindlich?
Beim Heidelberger Bürgerentscheid zur Frage eines geplanten Verkaufs der städtischen Wohnungen im Stadtteil Emmertsgrund hat sich eine deutliche Mehrheit der Wähler (82,3 %) gegen den Verkauf und damit für den Erhalt der Wohnungen im städtischen Besitz ausgesprochen. Die Verkaufsbefürworter erlitten mit nur 17,7 % der Stimmen eine verheerende Niederlage. Dennoch gilt dieses klare Ergebnis als noch nicht verbindlich, weil eine in der baden-württembergischen Gemeindeordnung vorgeschriebene Klausel verfehlt wurde. Demnach müssen für die Verbindlichkeit eines Bürgerentscheids mindestens 25 % aller Abstimmungsberechtigten mit JA oder NEIN abstimmen. Die Wahlbeteiligung lag aber nur bei 22,4 %. Weiter
Schwere Nachteile für Heidelberger Handwerker befürchtet
Heidelbergs erster Bürgerentscheid am kommenden Sonntag betrifft nicht nur den Stadtteil Emmertsgrund. Er kann Auswirkungen auf so gut wie jeden Bürger in Heidelberg haben. Bei einem Nein im Bürgerentscheid - was einen Verkauf der Emmertsgrund-Wohnungen bedeuten würde - hätten zum Beispiel die Heidelberger Handwerker deutliche Umsatzeinbußen und Nachteile zu befürchten.
Weiter
Recherchen ergeben: Der "Investor" Dreges ist eine Briefkastenfirma
Über die Firma Dreges, an die die Heidelberger Sozialwohnungen im
Stadtteil Emmertsgrund verkauft werden sollen, war bislang nur sehr wenig
bekannt. Nun kam heraus: Es handelt sich um eine Briefkastenfirma, die
unter ihrer Geschäftsadresse in Berlin gar nicht erreichbar ist. Die
Journalistin Astrid Möslinger vom Rhein-Neckar-Magazin "Meier"
recherchierte vor Ort und kam zu folgendem Ergebnis (jetzt veröffentlicht
im "Meier" 7/2008, S. 19/20):
Weiter
Bürgerentscheid in Heidelberg: Erklärung zur GGH-Veranstaltung am 7.7.2008
Zur Veranstaltung der GGH am 7.7.2008 zum bevorstehenden Heidelberger
Bürgerentscheid erklärte der Pressesprecher des Bündnisses für den
Emmertsgrund, Dr. Edgar Wunder "Die Zusammensetzung der 8-köpfigen Podiumsrunde war in zweierlei Hinsicht
bezeichnend: Erstens fehlte ein Vertreter des Investors Dreges, obwohl er
doch im Emmertsgrund Verantwortung übernehmen will. Der fragwürdige
Konzern entzog sich damit zum wiederholten Mal allen Nachfragen. Zweitens
wurde versäumt, auch nur einen einzigen im Emmertsgrund lebenden Bürger
mit auf das Podium zu laden. Der betroffene Stadtteil und seine Menschen
wurden wieder einmal übergangen.
Weiter
Heidelbergs erster Bürgerentscheid:
Der Wahlkampf hat begonnen
Heute wurden in ganz Heidelberg die ersten Wahlplakate zum bevorstehenden Bürgerentscheid am 13. Juli 2008 aufgestellt. Erstmals in der Stadtgeschichte Heidelbergs haben nun nicht mehr die Politiker das Sagen, sondern die Bürger selbst entscheiden über eine wichtige kommunalpolitische Sachfrage. Vorausgegangen war im März 2008 ein erfolgreiches Bürgerbegehren, bei dem 15.000 Heidelberger diesen Bürgerentscheid beantragt hatten. Gegenstand der Abstimmung ist ein Problem, das auch in anderen Städten viele Menschen bewegt: Soll städtischer Wohnraum an profitorientierte Konzerne verkauft werden - darunter viele sog. "Heuschrecken" -, oder sollen die Wohnungen im Eigentum der Kommunen bleiben, die auf das Gemeinwohl verpflichtet und demokratisch organisiert sind?
Weiter
Triumph der Bürger -
Heidelberger Bürgerentscheid gegen Wohnungsprivatisierung findet im Juli statt
Der Heidelberger Gemeinderat hat auf seiner Sitzung gestern Abend einstimmig (bei nur zwei Enthaltungen) beschlossen, den vom erfolgreichen Bürgerbegehren gegen den Verkauf städtischer Wohnungen im Stadtteil Emmertsgrund beantragten Bürgerentscheid auch tatsächlich durchzuführen. Voraussichtlicher Abstimmungstermin ist der 13. Juli 2008.
Weiter
Oberbürgermeister Würzner erhält 13000 Unterschriften

Weiter
Siegreiches Bürgerbegehren gegen Wohnungsprivatisierung in Heidelberg - Erfolgsmeldung der Initiative - Am Montag erhält Oberbürgermeister Würzner 13000 Unterschriften
Das Heidelberger Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen
Wohnungen im Stadtteil Emmertsgrund meldet Erfolg: Schon am Freitagabend
(14.3.) lagen knapp 13000 Unterschriften vor. Über das Wochenende prüft
das Bürgeramt die Gültigkeit der zuletzt eingegangenen Unterschriften und
wird am Montagmorgen offiziell bestätigen, dass das für erfolgreiche
Bürgerbegehren gesetzlich festgelegte Quorum von 10000 gültigen
Unterschriften erreicht wurde. Am Montag (17.3.) um 10.15 Uhr findet dann
im Heidelberger Rathaus die öffentliche Übergabe aller Unterschriften des
siegreichen Bürgerbegehrens an den Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg,
Dr. Eckart Würzner, statt. Zu diesem Pressetermin sind Medienvertreter
hiermit herzlich eingeladen.
Weiter
Offener Brief an den Oberbürgermeister sowie alle Gemeinderatsfraktionen der Stadt Heidelberg
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Gemeinderätinnen und -räte,
mit diesem Schreiben möchte ich Sie in meiner Funktion als Sprecher des
Heidelberger Bürgerbegehrens für den Erhalt der städtischen Wohnungen im
Stadtteil Emmerts-grund über den aktuellen Stand des Bürgerbegehrens sowie
die daraus folgenden weiteren Perspektiven informieren.
Weiter
Heidelberger Bürgerbegehren kurz vor dem Erfolg - 8000 Unterschriften liegen vor - Nur noch 2000 werden benötigt
Das Heidelberger Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen
Wohnungen geht nun in seine "heiße Phase": Nur noch 2000 der gesetzlich
vorgeschriebenen 10000 Unterstützungsunterschriften fehlen, um einen
Bürgerentscheid zu erzwingen. Das "Bündnis für den Emmertsgrund" ruft alle
Heidelberger Bürgerinnen und Bürger dazu auf, noch nicht ausgefüllte
Unterschriftsbögen umgehend an die zentrale Sammelstelle (Laden für Kultur
und Politik, Kaiserstraße 62) zurückzuschicken oder am Stand des
Bürgerbegehrens - der jeden Nachmittag auf dem Bismarckplatz aufgebaut ist
- persönlich zu unterschreiben.
Weiter
5000 Unterschriften in Kürze erreicht - Erfolgreicher Verlauf des Heidelberger Bürgerbegehrens
Bei einer Auszählung gestern Abend lagen bereits 4218 Unterschriften vor,
und wir rechnen damit, an diesem Wochenende die 5000-Unterschriften-Marke
zu überschreiten. Mit dieser Unterschriftenzahl hätten wir in vielen
Bundesländern (z.B. Bayern, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern,
Nordrhein-Westfalen) das Bürgerbegehren bereits gewonnen. Doch in
Baden-Würrttemberg gelten für diese Form der Bürgerbeteiligung leider sehr
restriktive und bürgerunfreundliche Regelungen: hier werden 10.000
Unterschriften verlangt. Um die noch fehlenden zweiten 5000 Unterschriften
zu sammeln, haben wir noch bis Mitte März Zeit. Für den 17. März, um 10.30
Uhr, wurde ein offizieller Übergabetermin mit Oberbürgermeister Würzner
vereinbart, denn der Geschäftsführer der städtischen
Wohnungsbaugesellschaft GGH droht, die Wohnungen bereits am 17.3. zu
verkaufen, wenn bis dahin die 10.000 Unterschriften nicht vorliegen.
Weiter
Bürgerbegehren für den Erhalt der städtischen GGH-Wohnungen
im Emmertsgrund wird am 20. März 2008 beendet
Am späten Nachmittag des 21.2.2008 fand eine Besprechung zwischen dem ersten
Bürgermeister und GGH-Aufsichtsratsvorsitzenden Raban von der Malsburg und
Vertretern des Bürgerbegehrens für den Erhalt der städtischen Wohnungen in
Heidelberg statt. Ziel war die Entwicklung eines gemeinsamen Zeitplans zum
Abschluss des Bürgerbegehrens, mit dem sich sowohl Anhänger wie Gegner des
geplanten Wohnungsverkaufs einverstanden erklären können.
Weiter
OB Würzner soll politisches "Faulspiel" verhindern
Nach Informationen des Pressesprechers des Heidelberger Bürgerbegehrens
für den Erhalt der städtischen Wohnungen auf dem Emmertsgrund, Dr. Edgar
Wunder, planen die Verkaufsbefürworter ein "poltisches Faulspiel". Unter
Missachtung elementarer demokratischer Spielregeln soll das laufende
Bürgerbegehren einfach ignoriert und durch einen übereilten Verkauf der
Wohnungen vollendete Tatsachen geschaffen werden.
Weiter
Neue Unterstützer des Bürgerbegehrens: GAL und Prof. Schultis
Der Unterstützerkreis des Heidelberger Bürgerbegehrens gegen den Verkauf
der städtischen Wohnungen im Stadtteil Emmertsgrund wird immer größer. Nun
haben sich auch die GAL Heidelberg sowie Prof. Dr. Joachim Schultis dem
Bürgerbegehren als Unterstützer angeschlossen. Das Bürgerbegehren gegen
die geplante Wohnungsprivatisierung stößt mittlerweile auch landesweit auf
große Aufmerksamkeit: Am Dienstag (19.2.) wird in der "Landesschau" des
SWR-Fernsehens zwischen 18.45-19.45 Uhr über das laufende Bürgerbegehren
berichtet. Dazu fanden heute Dreharbeiten in Heidelberg sowie Interviews
mit Heidelberger Bürgern statt. Die Zahl der gesammelten Unterschriften
liegt inzwischen bei 1500 und steigt rasch.
Weiter
Die ersten 1000 Unterschriften sind geschafft
Noch vor Ablauf von zwei Wochen nach Beginn der Unterschriftensammlungen
für das Heidelberger Bürgerbegehren zum Erhalt der städtischen Wohnungen
im Stadtteil Emmertsgrund wurde die 1000-Unterschriften-Marke genommen. Am
Donnerstag (14.2.) ergab eine Zählung bereits 1057 vorhandene
Unterschriften. Täglich gehen zahlreiche neue Unterschriftenbögen im
Koordinationsbüro des Bürgerbegehrens in der Kaiserstraße 62 (Weststadt)
ein.
Weiter
Oberbürgermeisterin a.D. Beate Weber
unterstützt das Bürgerbegehren
Beate Weber, Oberbürgermeisterin Heidelbergs von 1990 bis 2006, hat ihre
Unterstützung für das laufende Bürgerbegehren gegen den Verkauf des städtischen
Wohnraums im Stadtteil Emmertsgrund erklärt. Damit steht sie nicht allein. Der Kreis
der prominenten Persönlichkeiten und Organisationen, die einen Bürgerentscheid zu
der umstrittenen Wohnungsprivatisierung fordern, wird täglich größer. Er reicht
mittlerweile von der Arbeiterwohlfahrt, dem Mieterverein Heidelberg, der
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Ver.di Rhein-Neckar und dem
Stadtteilverein Emmertsgrund bis hin zu den Parteien SPD und Linke. Auch der
Heidelberger Bundestagsabgeordnete Lothar Binding und die Dekanin der
Evangelischen Kirche Heidelberg, Dr. Marlene Schwöbel, engagieren sich für das
Bürgerbegehren.
Weiter
Bürgerbegehren kommt in Fahrt
Das Heidelberger Bürgerbegehren gegen den Verkauf der städtischen Wohnungen
im Stadtteil Emmertsgrund hat bereits wenige Tage nach seinem Start massiv an
Fahrt aufgenommen. Zum Kreis der aktiv Unterschriften sammelnden Unterstützer
gehören mittlerweile auch Ver.di Rhein-Neckar und der Stadtteilverein
Emmertsgrund. Der Mieterverein Heidelberg wird in Kürze seinen 4500 Mitgliedern
die Unterschriftenbögen persönlich zuschicken, damit sie sich alle für das
Bürgerbegehren eintragen können. Benötigt werden insgesamt 10.000 Unterschriften
von Heidelberger Bürgerinnen und Bürgern. Dann kommt es zwingend zum
Bürgerentscheid, einer verbindlichen Volksabstimmung, in der nicht mehr die
„Volksvertreter“, sondern das Volk selbst über die Frage entscheidet, ob der
Emmertsgrund wirklich verkauft werden soll.
Weiter
Das Bürgerbegehren hat begonnen -
Für den Erhalt städtischer Wohnungen in Heidelberg
Am Samstag, den 2.2.2008 haben in Heidelberg die ersten Unterschriftensammlungen
für einen Bürgerentscheid begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen entscheiden,
ob die 610 städtischen Wohnungen im Emmertsgrund tatsächlich verkauft werden
sollen oder nicht. Den Auftakt bildete eine Verteilung von Unterschriftsbögen in der
Fußgängerzone am Anatomiegarten. Seitdem gehen in rascher Folge immer mehr
Unterstützungsunterschriften bei der zentralen Sammelstelle des „Bürgerbegehrens
für den Emmertsgrund“ ein.
Weiter
Wohnen ist Menschenrecht – Für den Erhalt städtischer Wohnungen
Am 30.1.2008 hat der Heidelberger Gemeinderat mit nur knapper Mehrheit einen
äußerst fragwürdigen Beschluss gefasst: Der städtischen Wohnungsbaugesellschaft
GGH soll gestattet werden, über 600 städtische Wohnungen im Emmertsgrund an
einen profitorientierten privaten „Investor“ zu verkaufen. Betroffen sind davon vor
allem sozial schwache Mitbürger. Sie haben schwerwiegende negative Folgen zu
befürchten: Dem angeblichen „Investor“ soll erlaubt werden, zukünftig deutlich
weniger in den Erhalt der Wohnungen zu investieren, als dies bisher die Stadt tat.
Und er wird versuchen, immer mehr Profit aus den Wohnungen herauszuschlagen,
zu Lasten der Mieter. Die Stadt verliert dabei einen Großteil ihrer Einflussmöglichkeiten,
um die soziale Daseinsfürsorge zu gewährleisten.
Weiter
Schwarz-Grüne-Koalition ermöglicht den Verkauf städtischer Wohnungen in Heidelberg
Presserklärung der SPD-Gemeinderatsfraktion Heidelberg
31.1.08
Die SPD Fraktion ist bestürzt, dass die Mehrheit des Gemeinderats den zentralen Bereich des Emmertsgrundes an einen Investor verkaufen will und dieses mit einem Luftschloss für den Emmertsgrund rechtfertigt. Denn ein großer Teil der befürwortenden Reden berief sich auf schöne Worte und unverbindlichen Zusagen des Investorvertreters. Lediglich mittelfristig abgesichert sind Miethöhe, Wohnrecht und eine Investitionsrate, die keineswegs für diese Anlage ausreicht. Offen bleibt z.B. der Einsatz darüber hinaus gehender, wichtiger Investitionen und die Absicherung nach Ablauf der Bindungsfristen. „Es bleibt das falsche Signal für den Stadtteil, so SPD Stadtrat Roger Schladitz.
Weiter
Antrag HAFA am 16.1.08
Top "Sachstandsbericht Emmertsgrundpassage"
1. Der Oberbürgermeister weist die GGH an, die
Emmertsgrundpassage
nicht zu verkaufen.
2. Die im Doppelhaushalt 2007/2008 eingestellten
Sonderfinanzmittel
für die GGH (500.000 Euro Direktfördersumme, 1 Mio Euro zinsgünstige Darlehen
jährlich) in Höhe von
3 Mio Euro werden 2008 als Kapitalerhöhung für die GGH eingesetzt
Weiter
SPD + Bunte Linke: Top 16: Emmertsgrundpassage
Der Top16: „Emmertsgrundpassage“ wird vertagt mit folgenden Arbeitsaufträgen an die Verwaltung:
- Es sollen ExpertInnen angehört werden zu den Folgen von Teilverkäufen städtischer Wohnungen mit Belegungsbindung und zur Portfolio-Strategie privater Investoren
- Die GGH legt einen Bericht vor zu der Studie "Veränderung der Anbieterstruktur im deutschen Wohnungsmarkt und wohnungspolitische Implikationen“, IfS Institut für Stadtforschung und Strukturpolitik GmbH, Berlin, veröffentlicht in Forschung Heft 124, Hrsg: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
- Vorbereitung der Einrichtung eines Bürgerforums „Emmertsgrund“ nach dem Vorbild des Altstadtforums mit dem Ziel das Konzept für den Stadtteil Emmertsgrund mit Schwerpunkt Emmertsgrundpassage weiter zu entwickeln
Weiter
Dr. Arnulf Weiler-Lorentz: Verkauf Sozialwohnungen Emmertsgrundpassage
Ein Verkauf der Wohnungen der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) in der Emmertsgrundpassage kommt für die Bunte Linke nicht infrage. Mit dem Ansinnen, die 610 Sozialwohnungen zu verkaufen, setzt die GGH ihre Politik fort, die Zahl der kostengünstigen und sozial gebundenen Wohnung zu verringern. Mit dem Verkauf der Sozialwohnungen im Emmertsgrund würde die GGH mittelfristig rund 30 Prozent ihres Bestandes ihrer kostengünstigen Wohnungen verlieren. Dies ist bei fast 12.000 Menschen in Heidelberg, die unter der Armutsgrenze leben oder von Armut bedroht sind, nicht vertretbar.
Weiter
Roger Schladitz: Ausverkauf in Heidelberg?
Morgen soll auf Wunsch der GGH der Verkauf eines Quartiers im Emmertsgrund (610 Wohnungen) vom Gemeinderat (GR) beschlossen werden. Die GGH (Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz) ist eine 100 %ige Tochter unserer Stadt; mit ihr soll die Versorgung breiter Schichten mit bezahlbarem Wohnraum sichergestellt werde. Eine angemessene Wohnung ist keine Ware wie jede andere, sondern Grundlage für das Leben jedes Menschen. Mit unglaublicher Naivität sind nun viele Heidelberger Stadträte tatsächlich bereit, cirka 23 % des Bestands eines Stadtteils an einen Investor zu verkaufen, der scheinbar verspricht, dass sich nichts wesentlich ändern wird.
Weiter
Götz Münstermann: Steuern sparen mit der Emmertsgrundpassage
Für die Gegener des Verkaufs der meisten städtischen Wohnungen auf dem Emmertsgrund scheint klar: Das ist keine wirtschaftliche, sondern eine politische Entscheidung. Deshalb wollen sie, dass die Stadtpolitik ohne Zeitdruck diskutiert, ob denn nun die städtische Wohnungsbaugesellschaft GGH 610 Wohnungen auf dem Emmertsgrund verkaufen darf. Das von der SPD ins Leben gerufene Bündnis will deshalb vorerst nur eine Vertagung der Entscheidung.
Weiter
Schuster: „Der Verkauf wäre das völlig falsche Signal“
Die SPD läuft gegen den geplanten Verkauf der Emmertsgrundpassage Sturm.610 Wohnungen der städtischen Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz (GGH) sollen für 30 Millionen Euro an einen Investor gehen. Mit einem Bündnis, das am Mittwoch (19 Uhr vor Ort im „Treff 22“) gegründet wird, will die SPD die Entscheidung im Gemeinderat am 15. November verhindern, so die Fraktionsvorsitzende Anke Schuster, die auch stellvertretende GGH-Aufsichtsratsvorsitzende ist.
Weiter
Derek Cofie Nunoo: Der Berg ruft − Falsches Signal an den Emmertsgrund!
Bei allem Verständnis für die wirtschaftlichen Zukunftspläne der GGH, gibt der geplante Verkauf der Emmertsgrundpassage ein falsches Signal sowohl an die Bewohner auf dem Berg, als auch für alle anderen Bürger Heidelbergs. Der Bericht zur sozialen Lage hat die Handlungsfelder klar aufgezeigt. Zum jetzigen Zeitpunkt, nach der erfolgreichen Aktionswoche gegen Armut und Ausgrenzung, „Ballast“ abzuwerfen kann sich die Stadt Heidelberg nicht leisten und widerspricht allen Notwendigkeiten.
Weiter