Noch vor Ablauf von zwei Wochen nach Beginn der Unterschriftensammlungen
für das Heidelberger Bürgerbegehren zum Erhalt der städtischen Wohnungen
im Stadtteil Emmertsgrund wurde die 1000-Unterschriften-Marke genommen. Am
Donnerstag (14.2.) ergab eine Zählung bereits 1057 vorhandene
Unterschriften. Täglich gehen zahlreiche neue Unterschriftenbögen im
Koordinationsbüro des Bürgerbegehrens in der Kaiserstraße 62 (Weststadt)
ein.
Die Initiative bittet die Bürger um Sorgfalt beim Ausfüllen der
Unterschriftenbögen: Angaben wie Namen und Adresse müssen leserlich und
vollständig sein, damit die Unterschriften als gültig gewertet werden
können. Auch per Fax übermittelte Unterschriftsbögen seien leider nicht
rechtsgültig, notwendig ist die Übersendung der Originale. Bei weiteren
Fragen zum Bürgerbegehren können sich die Heidelbergerinnen und
Heidelberger auch an das Informationstelefon der Initiative wenden (Tel.
06221-6582590). Das Koordinationsbüro in der Kaiserstraße 62 ist Montag
bis Freitag von 17-19 Uhr und an Samstagen von 15-17 Uhr regulär besetzt.
Auch im Internet sind nähere Informationen und Unterschriftenbögen
abrufbar (www.buendnis-fuer-den-emmertsgrund.de).
Ab sofort wird es auch täglich an allen Werktagen jeweils nachmittags
Stände des Bürgerbegehrens auf dem Bismarckplatz geben. Dort können alle
Heidelberger Wahlberechtigten ihre Unterstützungsunterschrift für das
Bürgerbegehren leisten.
Sind die notwendigen 10000 Unterschriften erreicht, prüft die
Stadtverwaltung die Wahlberechtigung aller Unterzeichner sowie auch die
Frage, ob alle übrigen gesetzlichen Voraussetzungen für ein Bürgerbegehren
erfüllt sind. Dies hat die Initiative bereits vorab juristisch prüfen
lassen, so dass daran kein ernsthafter Zweifel besteht. Formell muss dann
noch der Gemeinderat die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens bestätigen,
wobei er keinerlei Ermessensspielraum hat, weil dies eine reine
Rechtsfrage ist. Wenn er das Anliegen des Bürgerbegehrens in der Sache
nicht übernimmt, muss er einen Termin für eine Volksabstimmung festlegen,
den Bürgerentscheid. Dann stimmen alle Heidelbergerinnen und Heidelberger
verbindlich darüber ab, ob der Emmertsgrund wirklich verkauft oder in
städtischem Besitz bleiben soll.